Unsere Hilfe im Ausland

Die Tierschutzarbeit ist für das Tierheim Herzsprung eine Herzensangelegenheit und aus unserer routinierten Arbeit nicht mehr wegzudenken. Über die Jahre haben wir schon viel Leid und Elend gesehen weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Deswegen ist uns nicht nur die Arbeit für die Notfälle "vor unserer eigenen Haustür" wichtig. Wir haben, wie vieler unserer Kollegen auch, einen besonderen Schwerpunkt auf die Hilfe der Tiere im Ausland gelegt.

In der Rubrik "Unsere Hilfe im Ausland" stellen wir Ihnen, detailliert in Wort und Bild, unseren Auslandstierschutz vor und erläutern für Sie die drei großen Themenbereiche: WARUM das Tierheim Herzsprung im Ausland hilft, WO die Auslandshilfe statt findet und WIE sich die Auslandshilfe im konkreten gestaltet.

WARUM hilft das Tierheim Herzsprung im Ausland?

Hört man das Thema "Tiere im Ausland", hat jeder von Ihnen sicher gleich bestimmte Bilder vor Augen und es übermannen Sie fast zeitgleich tiefe Gefühle der Traurigkeit. Uns geht es da nicht anders!

1.Zustände:

Selbst nach jahrelanger Tierschutzarbeit im In- und Ausland, sind wir immer wieder davon ergriffen, welche verheerenden Zustände wir selbst in der heutigen Zeit noch in den ausländischen Tierheimen antreffen. Bei Vorortbesuchen werden wir Augenzeuge von überaus großem Tierleid und setzen für die Zeit unseres Auslandsaufenthaltes den Fuß in eine verständnislose und mitunter brutale Welt, in der es um (Über-) Leben und Tod geht. Trotz staatlicher Unterstützung können sich die wenigsten Tierheime über Wasser halten und haben nur geringe Versorgungsmöglichkeiten.

2.Überfüllung

Nicht nur die Tierheime an sich, sondern auch einzelne Unterkünfte, sind dermaßen überfüllt, dass sich die Tiere kaum noch aus dem Weg gehen können und keinerlei Rückzugsmöglichkeiten haben. Der Platzmangel überfordert seine tierische Bewohner tagein tagaus. Sie gelangen unwillkürlich in eine Stress- und Gewaltspirale, die selten eine friedliche Einigung ermöglicht. Es kommt aufgrund von Beißvorfällen zu leichten bis folgeschweren Verletzungen und nicht selten auch zum Tod eines Vierbeiners.

Unter den genannten Umständen können Sie sich sicher vorstellen, dass die Kranken, Misshandelten und Schwachen die geringsten Chancen haben, sich in diesem rauen Klima gegenüber den ranghöheren Tieren zu behaupten. Oftmals wird es so gehandhabt, dass diese Tiere im Fall der Überfüllung "aussortiert" und zur Euthanasie "freigeben" werden, um finanzielle Extra-Belastungen durch z.B. tierärztliche Behandlungen vorzubeugen.

WO hilft das Tierheim Herzsprung im Ausland?

Grundsätzlich haben wir uns nicht von vornherein eingeschränkt, in welchem Land wir Tierschutz betreiben wollen. Dennoch hat es sich schicksalhaft so ergeben, dass die Anfänge des Auslandstierschutzes vor vielen Jahren im benachbarten Polen begannen. Dort haben wir in der Vergangenheit vielen verschiedenen Tierheimen unter die Arme gegriffen, mit dem Ziel, eine feste Partnerschaft einzugehen. Diese tiefe Verbundenheit mit dem Land und seinen tierischen Notfällen, hält bis zum heutigen Tag an und wird hoffentlich weiter Bestand haben. Die Hilfebedürftigkeit von Polen ist unserer Meinung nach noch lang nicht abgelegt.

Parallel zu unseren polnischen Partnertierheimen keimte der Wunsch auf, über den sogenannten Tellerrand zu schauen. Aus dieser "Sehnsucht auf die Fremde" hat das Tierheim Herzsprung einzelnen Tierschutzorganisationen in Russland, Griechenland und Rumänien seine Unterstützung anbieten können. Sie wurde von den Mitarbeitern dankend angenommen und fand einen erfolgreichen Abschluss für Mensch und vor allem für die uns übertragenen Schützlinge.

WIE hilft das Tierheim Herzsprung im Ausland?

1. Tierschutz in Polen

Rückblickend auf die Anfänge der Tierschutzarbeit in Polen muss man sagen, dass sich die Bereiche, in denen Hilfe nötig war, für Mensch und Tier deutlich verbessert und dementsprechend verringert haben. Zu Beginn mangelte es in den polnischen Tierheimen an allen Ecken und Enden.

Das Tierheim Herzsprung hat damals vorwiegend:

•  Aufklärungsarbeit geleistet, um Missstände aufzudecken und die Umstände für die Tiere zu verbessern, die dort bis zur Vermittlung "ausharren" mussten.

•  eine Vielzahl Unterkünfte für Hunde bereit gestellt, damit die alten Zwinger nicht mehr so überfüllt waren, die Verletzungsgefahr gemindert wurde und weniger Tiere euthanasiert werden mussten.

•  Um- und Renovierungsarbeiten für Katzen und Hunde ermöglicht. So erhielten die Zimmer im Innenbereich einen Fliesenspiegel, damit sie von nun an leichter gereinigt werden konnten und ein besserer Hygienestandard erreicht werden konnte, um zur Gesunderhaltung der Tiere beizutragen.

•  Einrichtungsgegenstände (Körbchen, Kuscheldecken, Klettermöglichkeiten), Futter- und Wassernäpfe, Futtermittel (Nass- und Trocken- sowie Zusätze) und Leckerlies, Medikamente, Beschäftigungsmöglichkeiten in Form von Spielzeug etc., aus in Deutschland gestarteten Spendenaufrufen, übergeben.

Heute liegen die Schwerpunkte der Tierschutzarbeit:

•  im Bepaten von Kastrationen. Damit kann der unkontrollierten Vermehrung in den überfüllten Tierheimen vorgebeugt werden und der nicht gewünschte Nachwuchs entgeht so einer "Zwangseuthanasierung". Dies lässt erst gar keine "Extrakosten" aufkommen und das wenige Geld, das zur Verfügung steht, kann gezielt(er) eingesetzt werden.

•  im Spendenaufruf über unserer Homepage und anschließenden Übergeben des "Sammelsoriums" (Körbchen, Kuscheldecken, Futtermittel (Nass- und Trocken- sowie Zusätze) und Leckerlies, Medikamente, Beschäftigungsmöglichkeiten in Form von Spielzeug, Bekleidung für Personal, Leinen, Halsbänder/ Geschirre usw.) vor Ort

•  in der Übernahme, Behandlung und Weitervermittlung von Tierheimtieren aus Polen. Die ärztliche Betreuung und medizinische Versorgung ist in Deutschland immer noch auf einem höheren Standard als in Polen. Aus diesem Grund nimmt das Tierheim Herzsprung auch immer einen Teil alter und kranker Hunde mit nach Deutschland. Denn auch sie sollen, neben den Welpen/ Junghunden und gesunden Fellnasen, die Chance auf ein erfülltes Leben bekommen.

2. Tierschutz in Russland und Griechenland

Die Arbeit mit den Tierschutzorganisationen in Russland und Griechenland ist aus dem gegenseitigen Wunsch entstanden, (noch mehr) Hunden die Ausreise nach Deutschland zu ermöglichen. Hierzulande warteten in einigen wenigen Fällen bereits Interessierte, die sich für den Vierbeiner über die Tierschutzorganisation beworben hatten und den "Zuspruch" für eine Adoption bekamen, als sich ihr Liebling noch im Ausland aufhielt. Über die Hälfte der ausländischen Fellnasen kamen jedoch als Waisen zu uns und standen vor einer ungewissen Zukunft. Besonders die griechischen Mäuse hatten hier keinen guten Ruf und mussten länger als manch´ anderer auf den Einzug in ein neues Zuhause warten. Abschreckend für die potentiellen Hundeeltern waren vor allem die in den Medien breit getretenen "Südländischen Krankheiten" und ihre Konsequenzen (Spätfolgen, Dauermedikamention, regelmäßige tierärztliche Kontrollen etc). Doch glücklicherweise konnten wir trotz einiger Hürden, Hindernisse und Steinchen im Weg einem jeden pelzigen Freund von einer ungewissen Zukunft in ein sicheres Leben übergeben, in dem sie umsorgt und geliebt werden.

3. Tierschutz in Rumänien

An erster Stelle rückte für uns hier das Leid der rumänischen Straßenhunde mit den Mitteln, die einem körperlich, seelisch und finanziell zur Verfügung standen, zu mildern. Die Tierschutzarbeit war hierzulande eine äußerst grenzwertige Erfahrung, denn wir wurden mit einer Lebensführung vertraut gemacht, in der die Einheimischen (ihre) Tiere auf die unterste Stufe der Nahrungskette stellten. Für diese Menschen war es normal, Hunde als minderwertig anzusehen, Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung ein täglicher Begleiter. Für uns hingegen war es ein alarmierender Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, das jedes Lebewesen vor Schäden, Leiden und Schmerzen bewahren soll.

Uns bot sich vor Ort ein erschreckender Anblick egal in welche Gegend Rumäniens man vorstieß. Während ein als Haustier gehaltener Hund nicht wusste, ob er den nächsten Tag erleben würde, weil sein Besitzer ihn maßgebend verletzte, mussten die frei- und wildlebenden Vierbeiner mit der Angst kämpfen, nicht genügend Nahrung für sich und ihre Nachkommen beschaffen zu können und dem Hungerstod ins Auge sehen.

Die Hilfe für die rumänischen Straßenhunde:

•  Spendenaufruf über die Homepage (Schlafmöglichkeiten, Medikamente/ Erste-Hilfe-Material, Futter, Futter, Futter... und Leckerlis etc.) und Übergeben in ausgewählten Tierheimen bzw. tierheimähnlichen Einrichtungen

•  Aufsuchen der Aufenthaltsplätze von frei-/ wildlebenden Hunden Fütterung und falls möglich medizinische Versorgung

•  Einfangen hilfebedürftiger Hunde, Übernahme nach Deutschland zur Versorgung und Vermittlung

•  Aufklärungsversuche und Aufdeckung von Missständen bei den Landsleuten

Auch all´ unsere rumänischen "Adoptivkinder" konnten wir nach einem stabilen Gesundheitszustand und liebevolles Aufpäppeln in umsorgende Hände weiter vermitteln. Bei ihnen waren wir besonders stolz und froh, dass diese Hilfsaktion ein gutes Ende nahm. Natürlich sind wir uns bewusst, dass gerade unsere Hilfe in Rumänien ein "kleiner Tropfen auf den heißen Stein" war. Zusätzlich belasteten die tierunwürdigen Zustände unsere Seele dermaßen, dass die Bilder und Gefühle vom Vorortgeschehen nur schwer zu verarbeiten waren, von vergessen ganz zu schweigen. Ein wahrer Trost für diese Mühen und Strapazen sind im Gegenzug die Dankesworte und "heimischen Grüße" unserer glücklich vermittelten Schützlinge und wir rufen uns wieder ins Gedächtnis WARUM man diesen harten Weg "Hilfe im Ausland" auf sich genommen hat.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viele herzerwärmende Momente mit unserer Rubrik "Hilfe im Ausland" und den vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Projekten vor den Grenzen Deutschlands!



 

Unsere Hilfe im Ausland -

Hier der aktuelle Fahrtbericht in unser polnisches Partnertierheim in Chorzow

Tierheim Herzsprung - Fahrtbericht vom 16. / 17.03.2015
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Unsere bisherige Hilfe im Ausland: ( Bitte für die unten aufgeführten Projekte NICHTS mehr spenden - sie sind bereits abgeschlossen )

 

Hier einige Fahrtberichte unserer Polenfahrten zusammengefasst

Weihnachtswunder 2009 für polnische Tierheime

Weihnachtswunder 2010 für polnische Tierheime

Weihnachtswunder 2011 für polnische Tierheime

Weihnachtswunder 2012 für polnische Tierheime

Weihnachtswunder 2013 für polnische Tierheime

Weihnachtswunder 2014 für polnische Tierheime

Weihnachtswunder 2015 für polnische Tierheime

1. Rumänienfahrt vom 29.08. - 06.09.2013

2. Rumänienfahrt vom 21.09. - 07.10.2013

3. Rumänienfahrt vom 13.11. - 21.11.2013

Medizinischer Hilferuf aus Chorzow

Medizinischer Hilferuf aus Chorzow

Das Grauen Pur ( ACHTUNG - nichts für schwache Nerven !!! )

Grausame Realität ( ACHTUNG - nichts für schwache Nerven !!! )

Projekt "Zwingerbau" 2009

Projekt "Leckerlies" für die Tiere in den polnischen Tierheimen

Leinenprojekt für das Tierheim Ruda Slaska in Polen

Projekt "Hundehütten" für das Tierheim Ruda Slaska in Polen

Projekt "Scherrmaschine" für das Tierheim Ruda Slaska in Polen

Projekt "Körbchenhilfe" für das Tierheim Ruda Slaska in Polen

Projekt "Katzenzimmer" im Tierheim Ruda Slaska in Polen

Projekt "Katzenquarantäne" im Tierheim Ruda Slaska in Polen

Projekt "Winterhilfe 2007/2008" im Tierheim Chorzow in Polen

Projekt "Winterhilfe 2008/2009" im Tierheim Chorzow in Polen

Projekt "Winterhilfe 2010/2011" im Tierheim Ruda Slaska in Polen

Katzenzimmer im Tierheim Chorzow in Polen

Katzenzimmer im Tierheim Bytom in Polen

 

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