Angie

 

 

 

Am 26.12.2011 haben wir Angie, die weiße Mischlingshündin mit den schwarzen Flecken bei Ihnen aus dem Tierheim geholt.

Wir haben sie jedoch schon bei der Heimfahrt umgetauft, so dass im Nachfolgenden von „Elli“ die Rede sein wird. Ihr selbst war das offensichtlich egal, sie hört auf ihren Namen (oder auch nicht J).

Dazu kommen noch diverse Spitznamen, allen voran Miss Elli, zumal sie sich auch wie eine Miss benimmt. „Flügelohr“, beruhend auf einem Spruch meines großen Sohnes, „Ellis Ohren sind ja Flügel!“ Übrigens ist Elli der einzige Hund den wir kennen, der die Rute bei grenzenloser Freude im Kreis drehen kann (zumindest sieht es so aus). Das hat was von einem Hubschrauberrotor. Zusammen mit den großen Ohren haben wir manchmal Angst, dass sie abhebt.

„Schimmel“, auf Grund der Farbe. Und, ganz neu: „Katze im Hundekostüm“. Das hat sie folgender Begebenheit zu verdanken: Nachbars Katze lief durch unseren Garten, bis Elli kam. Katze auf den Baum, Elli von unten getobt, sie soll da runter kommen. Weil die Katze nicht kam, ist Elli auf den Baum geklettert. Nach Aussage meines Mannes alle vier Pfoten um den Stamm sich hoch bewegt. In einer Höhe von etwa zwei Meter hat Elli gemerkt, dass sie nicht klettern kann, und ist wieder runter gekommen.

Die Katze hat eine Stunde später immer noch im Baum gesessen. Kann mich nicht erinnern, sie seitdem wieder in unserem Garten gesehen zu haben.

Wir hatten vorher schon eine Hündin, Becky. Diese hatten mein Mann und ich im Alter von 4 Monaten 1995 geholt, am 16.12.2011 mussten wir sie einschläfern lassen- 16 Jahre und 8 Monate alt!

Unsere Kinder, 12 und 10 Jahre alt, kennen also nur ein Leben mit Hund. Und im Vergleich zu Becky, die sie ja überwiegend als alten Hund kannten, haben die Jungs jetzt deutlich mehr Hund als vorher. 

Elli ist ein absoluter Rumtobe- und Kuschelhund! Deshalb der perfekte Hund für eine Familie mit zwei Jungs! Fast sieht es so aus, als hätte sie das gewusst, dass sie zu uns gehört. Wie sonst ist es zu erklären, dass mein Jüngster immer davon geredet hat, dass er einen weißen Schäferhund möchte, wenn Becky tot ist. Und bei meinem googlen fiel mir Elli auf der Seite für „Schäferhunde und deren Mixe in Not“ auf, weil sie weiß war. 

Anfang Januar habe ich Elli bei unserem langjährigen Tierarzt noch mal gründlich untersuchen und impfen lassen. Sie ist gesund, und hat auch zugenommen, so dass sie mit etwa 10 Kilo ein perfektes Gewicht und eine „schöne Figur“ hat, soweit man das bei Hunden sagen kann. Sie war ja doch sehr dünn.

Sie ist bei „Tasso“ und beim Deutschen Tierschutzbund registriert.

Wenn Elli nicht auf Bäume klettert, spielt sie im Haus mit ihrem Plüschknochen oder Zottelspiele. Bekommt sie ein Leckerli, spielt sie damit auch erstmal. Sie wirft es in die Luft und fängt es wieder, wie eine Katze, die mit einem Wollknäuel spielt.

Im Garten spielt sie gerne Fußball. Jedoch ist sie kein Teamspieler. Elli versucht den Ball mit ihren Pfoten zu fangen (köstlich!!!), sobald sie den Ball hat, dribbelt sie den zwischen ihren Vorderpfoten. Sie spielt ihn quasi für sich selbst. Die Jungs können immer nur hinterher rennen.

Ansonsten rennt sie stundenlang um die Bäume rum, auf denen hoch oben die Vögel sitzen und sich über sie amüsieren. „Unser“ Eichhörnchen lässt sich auch nicht so sehr beeindrucken, schließlich ist es sehr weit oben und Elli sehr weit unten.

Elli fährt total auf Licht und Schatten ab. Jeder Schatten wird von ihr angebellt. Die Jungs haben sich mal eine Taschenlampe genommen, und Elli mit dem Lichtstrahl „gejagt“. Sie hat versucht, das Licht zu fangen, indem sie reinbeißt. Es war nicht ganz fair, aber auf jeden Fall lustig. Sie hat dann auch ein Leckerli als Trost bekommen!

Nach getaner Arbeit ist gut kuscheln, und das genießt Madam ausgiebig. Hat man nicht lange genug gestreichelt, stößt sie die Hand an und guckt, aber wie. Man kann den Blick nicht beschreiben, aber man fühlt sich nahezu verpflichtet, weiter zu streicheln. Alternativ hält sie die Hand auch mit ihren Pfoten fest.

Hat sie anfangs immer noch laut geweint, sobald einer das Haus verlassen hat, und sogar richtig schmerzhaft geschrieen, sobald sie allein bleiben musste, klappt das jetzt auch schon gut. Jedoch schleppt sie unsere Pantoffeln dann zu ihrem Kissen. Vermutlich mag sie den Geruch von „Käsemauken“.

Die ersten beiden Male, als ich sie kurz vorm Bäcker anbinden musste, um Brötchen zu holen, wussten alle Leute im Umkreis Bescheid. Mittlerweile sitzt sie ruhig und wartet, bis man mit seinen Brötchen beladen wieder zurückkommt.

Kontakt zu anderen Hunden hat Elli natürlich auch, zumal hier hinter fast jedem Gartenzaun ein Hund wohnt, und man anderen beim Spaziergang begegnet.

Großen Hunden gegenüber ist sie eher scheu oder gar ängstlich. Alles was kleiner ist als sie, wird gerne als Spielkamerad akzeptiert. Wobei sie mit ihren langen Beinen meist schon drei Runden rum ist, bevor die anderen sich in Bewegung setzen.

Fazit: so traurig der Tod von Becky für uns war, war Elli doch zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wenn Becky für die Jungs die „große Schwester“ war, ist Elli jetzt eine „kleine Schwester“, die bespielt und erzogen werden muss. Beides machen die Jungs gerne.

Wir sind alle sehr verliebt in Miss Elli. Sie selbst macht auch einen zufriedenen Eindruck, oder? Was sagen die Bilder?

Vielen Dank noch mal für diesen zauberhaften und ulkigen Hund!

Mit freundlichen Grüßen

Suzanne N. im Namen der Familie – Andreas, Moritz und Marian

 

 

 

 

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