Dino

 

 

Dino noch in Polen

 

 

Nun in seinem tollen Zuhause

1. ...bis zum Tor... Stürmer Barny links außen ist am Ball... Verteidigerin Wendy befindet sich ganz klar im Abseits... Barny gibt noch einmal alles, legt sich in die Kurve, schießt und - TOOOR!!!

 

2. Der Gegner gibt sich geschlagen, Barny ist der Held des Tages (jedenfalls für heute - aber wartet nur das Rückspiel ab, dann kommt die ganz große Revanche!)

 

3. Und - wo bleibt mein Pokal?

 

 

Der Osterhase, stets am Ball, versteckt die Eier überall.

 

Der Osterhase muss jetzt ruh´n -
am schönsten ist´s auf Herrchens Schuh´n!

 

10.11.2012

AHOI!

Liebe Leute, was für ein Supertag: Knallblauer, italienischer Himmel, ein paar Schleierwolken (Frauchen nennt sie Engelspfade) und 23,5 Grad. Perfekter Altweibersommer! Frauchen sagt, das ist ihre Lieblingsjahreszeit; jetzt denkt, was Ihr wollt. Alles könnte so schön sein ? wäre da nicht diese blöde Sache mit dem Wasser. Wir Hunde haben nämlich im Garten unseren eigenen Pool. Vornehm geht die Welt zugrunde! Für Wendy ist das natürlich paradiesisch. Als Labbimischling liebt sie ja das Wasser, das kommt für sie gleich nach Fressen und Schlafen. Ich dagegen habe mit dem feuchten Element so rein gar nix am Hut. Warum auch? Ich meine, wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass ich schwimme, hätte er mir Flossen und Kiemen statt Pfoten und Nase gegeben, oder? Aber macht das mal meinen Menschen klar. Die behaupten, ich sei einfach wasserscheu, wahrscheinlich hätte ich es noch nie ausprobiert, und wenn ich es nur mal versuchen würde, dann hätte ich schon Spaß daran. Nee, nee, meine Guten, ohne mich! Freiwillig setze ich da keine Pfotenspitze rein. Da ist ja auch schon einer drin; ich kann ihn genau erkennen, wenn ich auf die Wasseroberfläche gucke. Scheint mir ein Tauchkünstler zu sein, weil er so lange unter Wasser bleiben kann, ohne zwischendurch Luft zu holen. Ich lege mich besser nicht mit ihm an, bestimmt ist das sein Pool und fremdes Eigentum soll man respektieren. Frauchen und Chef lachen sich dann jedes Mal kaputt und meinen, das wäre doch nur mein Spiegelbild. Die können mir viel erzählen! Ich dachte schon, sie hätten die Sache endgültig zu den Akten gelegt, aber dann ist mir Chef mit einem ganz fiesen Trick so richtig in den Rücken gefallen: Ich spiele ja für mein Leben gern Bällchen. Werfen, Hinterherjagen, Fangen, Zurückbringen und das Ganze wieder von vorn ? da kann ich stundenlang drin aufgehen. Chef weiß das natürlich und hat es schamlos ausgenutzt, indem er ausgerechnet meinen gelben Lieblingsball in den Pool geschmissen hat. Da stand ich nun! Frauchen fing sofort mit zuckersüßer Stimme zu säuseln an: ? Na los, Barny, mein Bärchen, trau dich nur, hol das Bällchen raus!? und so weiter und so fort. Was dann kam, seht Ihr hier in Wort und Bild:

Mal sehen, vielleicht klappt´s ja mit Hypnose...

Das war wohl nix. Na schön, wenn´s denn sein muss...

Igitt... ist das nass!

Komm schon, du blöder Ball...

Jetzt aber bloß raus hier!

So eine Gemeinheit! Ich fühlte mich regelrecht verraten und verkauft. Einen Augenblick lang habe ich ernsthaft überlegt, hier auszuziehen, aber dann kam mir eine bessere Idee: Rache ist süß, also kriegte ich einfach meine fünf Minuten oder meinen Flitz, wie Frauchen das nennt (daher der Name Flitzpiepe). Der geht so: Zuerst drehe ich mich so lange im Kreis um meine eigene Achse, bis mir fast schwindlig wird. Dann wetze ich wie ein Bekloppter durch den Garten, krieche unter Sträucher und Hecken, buddele den Rhododendron zur Hälfte aus, grabe tiefe Löcher in den Rasen, als wollte ich einen Golfplatz anlegen und saue mich so richtig ein. Strafe muss sein, sollen die zusehen, wie sie mich wieder sauber kriegen. In den Pool gehe ich jedenfalls nicht noch mal!

Vorhin hörte ich, wie Frauchen mit Chef darüber sprach, nächste Woche für einen Tag ans Meer zu fahren. Aus dem, was sie sagte, entnehme ich, dass das so eine Art riesiger Pool sein muss. Wendy soll mir dort das Schwimmen beibringen. Schönen Dank auch, nicht mit mir! Ich werde ihnen die Suppe gründlich versalzen: Genau an dem Tag nehme ich dieses Jahr meine Grippe!

Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny (vorm. Dino)

 

 

17.11.2012

AHOI!

Liebe Leute, das ging mal wieder so richtig rund, heute Nachmittag im Seniorenheim! Vor dem "Event" kämmte und bürstete Herrchen mich stundenlang, um mein Fell schön streichelweich für die alten Hände zu machen. Frauchen packte jede Menge Leckerlis ein, wohlweislich nur meine Lieblingssorten, sie wollte sich ja nicht blamieren. Wenn ich nämlich etwas nicht mag, kann sie sich auf den Kopf stellen oder ein Rad schlagen - ich mache meine Schnauze nicht auf. Zwei niegel-, nagelneue Qietschbälle nahmen wir auch mit, und dann ging es los.

Bei unserer Ankunft wurden wir gleich mit großem "Hallo" begrüßt. Frauchen rückte schnell noch ein paar Tische zur Seite, damit meine Rennbahn frei war, und schon begann der Spaß. Ich will nicht hochstapeln, aber bestimmt bin ich an die siebzig Mal hinter meinen Bällchen her gerannt und habe sie wieder zurückgebracht. Das ging natürlich nicht ohne einiges Getöse ab, denn wie schon erwähnt handelte es sich um Qietschbälle. Es hat aber niemanden gestört; nur eine Bewohnerin war etwas irritiert und fragte immer wieder: "Hört ihr nicht, es hat an der Tür geklingelt. Warum geht denn keiner aufmachen? Na ja, sie ist fast taub, nur ganz hohe Töne hört sie noch gut. Frauchen hat übrigens echt Bauklötzer gestaunt, wie flink und behende einige der Damen plötzlich waren; sonst sitzen sie nämlich meistens nur still auf ihren Stühlen und rühren sich nicht vom Fleck.

Zwischendurch gab es immer wieder eine Runde Leckerlis und jede Menge Streicheleinheiten. Die alten Damen haben sich beim Kraulen gegenseitig förmlich überboten, und es ist ein Wunder, dass ich überhaupt noch Fell habe. Aber schön war es doch, und ich habe es richtig genossen, Hund im Korbe zu sein. (Ich weiß, dass es Hahn heißt. Aber erstens habe ich vier Beine; und zweitens kann ich nicht krähen - noch nicht. Wer weiß, vielleicht fange ich eines Tages ja doch noch an, Fremdsprachen zu lernen.) In der Heide herrscht nämlich chronischer Herrenmangel. Es gibt zwar auch einige männliche Bewohner; aber die wollen entweder für sich allein sein oder sind bereits so krank, dass sie an den Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen können.

Das viele Pfötchengeben war ein bisschen doof, immer erst "Sitz" und "Pfote" hoch, bevor es was zu futtern gab. Aber die alten Leutchen stehen da voll drauf, und Frauchen hatte mich extra darum gebeten. Sie meinte, diese Menschen hätten wirklich nicht mehr viel Freude im Leben, eigentlich würden viele nur noch dasitzen und auf den Tod warten. Da habe ich ihnen natürlich den Gefallen getan, und sie gerieten vor Begeisterung völlig aus dem Häuschen!

Nach anderthalb Stunden waren sämtliche Leckerlis vernichtet, und die Bälle quietschten nicht mehr. Meine Spielkameradinnen fingen langsam zu gähnen an, und ich fühlte mich so richtig schön k.o. Noch eine Runde mit Streicheln und Pfötchengeben, und dann nichts wie nach Hause. Beim Abschied mussten wir hoch und heilig versprechen, bald wiederzukommen. Na klar, machen wir!

Es war ein toller Nachmittag, aber jetzt bin ich hundemüde. Meine Decke habe ich schon mal vorgewärmt, und Herrchens Schuhe geben ein feines Kopfkissen ab. Also dann, gut´s Nächtle, liebe Leute. Ich wünsche Euch einen friedlichen Schlaf und viele lustige Träume.

Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny

 

 

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